Alarmanlagen für den Eigenheimbesitzer
Besonders ein frei stehendes Eigenheim in einer ländlichen Umgebung, wo es womöglich mehrere Hundert Meter bis zum nächsten Nachbarn sind, sollte gut gesichert werden. Das beginnt bei der Auswahl der Fenster und Türen und setzt sich bei anderen technischen Installationen weiter fort. Wer beispielsweise einen Vorratsraum oder einen Hauswirtschaftsraum eingeplant hat, bei dem er gern auch bei Abwesenheit das Fenster einmal angekippt lassen möchte, der sollte dafür gleich beim Hausbau ein Sicherungsgitter mit einplanen. Das gilt auch für die Kellerfenster und die Fenster einer Tiefgarage. Außerdem können Fenster und Terrassentüren in der Nacht auch mit abschließbaren Rollläden geschützt werden.
Doch wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, dem ist gleich beim Hausbau zur Installation einer Alarmanlage zu raten. Dafür stehen heute die verschiedensten Technologien zur Verfügung. Das zeigt ein Blick auf die Fenster. Hier können zwischen Rahmen und Fensterflügel Drucksensoren eingebaut werden. Ist das Fenster geschlossen, wird ein Überwachungsstromkreis geschlossen, der beim Öffnen stromlos wird und so den Alarm aktiviert. Bei einer optimalen Einstellung reagieren diese Sensoren bereits dann, wenn von außen Druck auf den Fensterflügel ausgeübt wird. Ähnliche Lösungen stehen auch für Türen zur Verfügung. Hinzu kommen feine Drähte in den Scheiben, die beim Splittern der Scheibe ebenfalls einen Steuerstromkreis unterbrechen.
Alternativ können beim Hausbau auch Bewegungsmelder, Erschütterungssensoren oder Infrarotsensoren im Inneren des Hauses angebracht werden. Der Nachteil dieser Technik besteht allerdings darin, dass der Alarm erst dann aktiviert wird, wenn die Einbrecher das Haus bereits betreten haben. Wahlweise kann über die modernen Steuereinheiten einer Alarmanlage ein optischer und akustischer Alarm oder zuerst ein so genannter stiller Alarm ausgelöst werden. Bei Letzterem wird ein Anruf an eine einprogrammierte Rufnummer ausgelöst. Das kann genauso gut das eigene Handy wie auch die Hotline eines Sicherheitsunternehmens sein. Dieser stille Alarm hat den Vorteil, dass er bei einer schnellen Reaktion des Angerufenen die Chancen erhöht, den Einbrecher noch in flagranti mitsamt dem Diebesgut erwischen zu können.